Wie finde ich das richtige Ziel für mich heraus?

Am Anfang frage ich mich:

Plane ich am liebsten meine Zukunft bis ins kleinste Detail? 

Oder bevorzuge ich die Spontanität?

Soll ich 10 Jahre im voraus denken?

Viele Fragen und keine Antwort - hier findest du sie

 

 Ist es am besten, gar nichts zu planen?

Wir können Pläne machen, jedoch diese 1:1  als Ziel zu deklarieren, ist mit Skepsis zu betrachten.

 

Besser ist es, sich kurzfristige Ziele zu setzen, von denen ich ausgehen kann, dass ich sie auch erreichen kann, als langlebige Konzepte, die das gesamte Leben umfassen.

 

Natürlich kann ich sagen: "Ich möchte in 10 Jahren eine Anwaltskanzlei gründen", wenn ich bereits ein Jura-Studium begonnen habe. 

 

Wichtig ist bei der Zielsetzung die Überlegung, ob das gesetzte Ziel auch das ist, was ich wirklich will.

Wie oft stellen wir fest, dass ein Ziel angestrebt wird, dass mir angetragen wurde und ich es fraglos übernehme, weil es mir vernünftig erscheint.

 

Bevor ich mir ein Ziel setze, sollte ich mir überlegen, welche Art von Zielen es überhaupt gibt.

Es gibt äußere und innere Ziele

Vielleicht ist es mir an dieser Stelle gar nicht bewusst, dass es diese Unterscheidungen gibt, weil ich denke, beides geht miteinander her, doch auch dies ist keineswegs selbstverständlich. 

 

Beispiel für ein äußeres Ziel:

Ich möchte in 10 Jahren ein eigenes Haus besitzen. 

 

Beispiel für ein inneres Ziel:

Ich möchte in 10 Jahren ein zufriedenes Leben in einem stabilen Umfeld führen.

 

Beides müsste ich als zweiten Schritt näher analysieren.

Ziele, die vage ausgedrückt sind, werden schwerer erreicht, weil ich gar nicht richtig weiß, was  damit überhaupt gemeint ist.

 

Im ersten Beispiel frage ich mich beispielsweise:

Wo soll das Haus stehen?

In welcher Umgebung möchte ich leben?

Wie soll es aussehen?

Wieviel darf es kosten?

Selber bauen oder Fertighaus?

Bevor ich mir also das Ziel setze, ein Haus bauen zu wollen, muss ich vorher genau diese Fragen beantworten, damit es auch wirklich mein Traumhaus wird.

 

Beim zweiten Beispiel -das innere Ziel- zählen andere Kriterien:

Was verstehe ich unter Zufriedenheit?

Was bedeutet für mich ein stabiles Umfeld zu haben?

usw. 

 

Die Lebensumstände spielen eine bedeutende Rolle.

Wie sieht es im Moment für mich aus?

Wie soll es in 10 Jahren aussehen?

 

Das äußere Ziel sollte mit dem inneren Ziel übereinstimmen. 

Und genau das ist keineswegs selbstverständlich.

Grund:

Was nützt es mir, zu sagen: " Ich möchte in 10 Jahren ein eigenes Haus besitzen"  (äußeres Ziel),

wenn ich gleichzeitig sage:

"Ich möchte in den nächsten 10 Jahren die Welt umreisen und mich selbst entdecken" (inneres Ziel).

 

Die zweite Aussage weist darauf hin, dass ich abenteuerlustig bin, die Freiheit liebe und mich dabei selbst entdecken möchte.  Ein Haus besitzen zu wollen ist der Wunsch nach Sesshaftigkeit.

 

 

 

Was nützt mir also "ein Haus besitzen zu wollen" , wenn ich eigentlich die Welt bereisen möchte?

Ich muss mich demnach fragen, was mir wichtiger ist. 

 

Ich kann allerdings auch sagen:

"Ich möchte viel reisen, aber auch ein Haus besitzen, wo ich mich zurück ziehen kann und meine Reisen in Ruhe planen kann. Ich bin dann sozusagen für eine Weile sesshaft und begebe mich von Zeit zu Zeit auf Reisen, wie es die Zeit erlaubt und natürlich auch mein Budget."

 

Das Ziel:

Beides miteinander zu verbinden ist hier das Ziel.

Was will ich WIRKLICH?

Wir leben in einer materiell- und erlebnisorientierten Welt. 

Das bedeutet, wir werden von außen stark beeinflusst in unseren Entscheidungen, siehe Medien, Werbung und Politik.  Wir werden von klein auf an angehalten, uns zu orientieren, sich zu entscheiden.

Wir sollen den Weg wählen, der uns vorgeschrieben wird:

Von der Schulbildung, vom Elternhaus, von Freunden, von Ratgebern usw.

 

Was aber will ICH selbst machen? 

Was treibt mich an?

Eine gute Schulbildung und Berufsausbildung ist die Eintrittskarte in das soziale Leben.

Das wissen wir alle.

Doch handeln wir keineswegs immer danach, was eigentlich "gut" für uns wäre.

Warum? Weil unser inneres oft etwas völlig anderes will, als es uns von außen gesagt wird. 

 

Mein innerer Kompass sagt:

"Ich will aktiv sein und die Welt bereisen, etwas erleben, in den Tag hinein leben, spontan handeln und nicht immer nur lernen müssen nach Plan und das nur, damit ich später eine gute Rente kassieren kann."

 

Die Politik mahnt dagegen:

"Wenn wir im Wohlstand leben wollen, müssen wir etwas leisten und zwar als Gesamtgesellschaft.

Der Einsatz von jedem gewährleistet uns das."

 

Die Schulbildung sagt:

"Lerne, dann bekommst du gute Noten und hast eine stabile Ausgangsbasis für das Leben"

 

Die Eltern oder Erziehungsberechtigte predigen:

"Sei fleißig, damit später einmal etwas aus dir wird."

 

Doch ICH als Kind will etwas ganz anderes:

Ich will Spaß haben, mit Freunden spielen, und das lernen, was ICH will und wann ICH es will und nicht, weil der Lehrplan das so vorsieht.

 

Ein Widerspruch in sich? 

Wie soll ich das bewältigen können, was alle von mir wollen?

Wie sieht mein Leben in 5 Jahren aus?

Leben wir in einem andauernden Dilemma?

"Ich möchte einfach nur gesund leben. Das Gerede von Selbstverwirklichung ist mir egal"

Auch eine Einstellung, okay, in Ordnung - oder doch nicht?

Bei dieser Aussage fehlt mir die Orientierung.

Ich bin mir in meinen Entscheidungen nicht sicher, habe mich stets nach anderen gerichtet. 

 

Die Aufgabe für mich besteht darin, mich Selbst zu finden.

Was will ich? Wohin will ich?

Das klingt nach einer Metapher, es ist im Trend, "sich selbst zu suchen".

Was damit gemeint ist, steht allerdings außer Frage:

Die eigene Persönlichkeit entdecken, Ziele zu setzen, Entscheidungen zu treffen, das alles gehört dazu und das lernen wir eben nicht in der Bildung. Auch hier wird uns der Weg gewiesen, den ich beschreiten soll.

 

Wir denken, wir könnten selbstständig entscheiden, aber während der Schulzeit bestimmen die Noten, wohin mein Weg führt. 

 

"Mir egal, ich möchte einfach nur gut leben, feiern und Spaß haben",

magst du an dieser Stelle einwenden. 

 

Was verstehst du unter "Spaß haben und feiern?"

Feiern wird mit Alkohol trinken verbunden. Wir sehen das in den Medien. 

Spaß haben und feiern - und viel Alkohol trinken.

 

Ein Arzt sagte einmal zu mir:

"Es müsste viel mehr darauf hingewiesen werden, wie schädlich Alkohol und Drogen wirklich sind."

 

Wohl war! Doch auch hier meldet sich sofort der Widerspruch:

Alkohol gilt allgemein als Genussmittel und es wird in den Medien und der Werbung auch so dargestellt. 

Da wird ständig Alkohol konsumiert - anscheinend ohne irgendwelche negativen Auswirkungen. 

 

Und dann zu sagen: Mein Ziel ist es,  gesundheitsbewusst zu leben, das wird wohl kaum gehen!

Wir leben zwar im Durchschnitt länger als unsere Vorfahren, aber leben wir deshalb gesünder?

Oder liegt es lediglich an der besseren medizinischen Grundversorgung?

 

Wie finde ich nun das richtige Ziel für mich?

"Ich denke, dass sich eine Zufriedenheit automatisch einstellt, wenn ich erst mal ein äußeres Ziel erreicht habe. Das bedeutet für mich, einen aussichtsreichen Beruf zu erlernen, ein Haus bauen, ein schickes Auto zu fahren und eine Familie gegründet zu haben. Ich möchte dazu auch Reisen unternehmen können,  mir viel leisten und darüber hinaus natürlich auch gesundheitsbewusst leben und Umweltbewusst auch."

 

Das ist der durchschnittliche Wunsch vieler. 

So wird uns das Leben ja durchaus von allen Seiten vermittelt. 

 

Das kann leider auch ein Irrtum sein, denn wenn ich meine inneren Bedürfnisse einfach beiseite schiebe und das tue, was mir die Gesellschaft auferlegt oder als erstrebenswert  präsentiert, dann vergesse ich darüber meine wahren Wünsche. 

 

Um der Sache jedoch näher zu kommen, werde ich nun die ersten Schritte zur Zielsetzung benennen

Die ersten Schritte zur Ziel - Planung

1. Schritt

Eine Liste erstellen für meine äußeren Wünsche. 

Eine Liste erstellen für meine inneren Wünsche.

 

2. Schritt

Die Listen vergleichen. 

Welche Wünsche widersprechen sich?

Welche Wünsche  passen zusammen?

 

3. Schritt

Welche Wünsche lassen sich in einer fest umrissenen Zeit verwirklichen?

Diese in einer weiteren Liste erstellen

 

4. Schritt

Äußere Liste mit der inneren Liste in Einklang bringen

und   zu  einem ZIEL  definieren.

Müssen Ziele fixiert werden?

Wichtig ist, sich zu einem Ziel überhaupt  zu entscheiden. Sonst ist  ja eine Zielsetzung sinnlos.

Ziele können eine Richtschnur sein, die ich durchaus kippen kann.

Sich auf den Weg zu machen ist wichtig, aktiv zu werden und mir einen Rahmen geben.

 

Was sind meine inneren Bedürfnisse?

Was sind meine äußeren Bedürfnisse?

Diese Fragen sind wichtig, können sich aber durchaus im Laufe des Lebens ändern. 

 

Was ich als junger Mensch möglicherweise erstrebenswert fand, mag im Alter völlig anders aussehen.

 

Ist "ewige" Jugend erstrebenswert?

 

Im Laufe des Lebens verändern sich unsere Bedürfnisse

Aus diesem Grund ist eine Planung, die das gesamte Leben umfassen, mehr oder weniger sinnlos. 

 

Mir ist es im Alter vielleicht nicht mehr so wichtig,  jung und gut auszusehen.

Andere Themen stehen im Vordergrund. 

"Ich stehe zu mir und meinen Bedürfnissen. Egal, in welchem Alter ich bin und in welcher Lebenslage"

 

Eure

AnnMadt

 

 

Meine Kurse unterstützen dich dabei, Ziele zu erkennen und zu setzen

Profil Check:

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