Treffe deine Entscheidungen zielsicher

Warum die Wahl eine Qual sein kann

"Die Tatsache, dass in freien Ländern den Menschen  viele  Möglichkeiten geboten werden zur Verwirklichung der individuellen Träume, ist einerseits ein riesengroßer Schatz, andererseits trägt diese Wahlmöglichkeit auch zur Unsicherheit bei - und wird dadurch zur Qual"

Wie das?

Fangen wir ganz banal an. Wenn wir Seife brauchen, kann ich davon ausgehen, dass ich im nächsten Supermarkt bereits so viel Auswahlmöglichkeiten gegenübertrete, dass die Qual der Wahl direkt spürbar und unmittelbar wird. 

 

 

Ein Beispiel:

Ich kann zwar zur nächstbesten Seife greifen, doch plötzlich wird in mir der Wunsch wach, erstmal die Angebote zu checken, damit ich auch wirklich die beste Seife für mich   wähle. 

 

Ich brauche jetzt nicht nur 1 Minute wie vorgesehen, sondern geschlagene 10 Minuten, um die Angebote zu prüfen, und auch danach habe ich noch das mulmige Gefühl in mir, ob die Wahl auch die richtige ist. 

 

Klar, mein Körper wird von jeder Sorte Seife gereinigt, aber auch hierbei drängt sich die Frage auf:

 

Schadet die gewählte Seife meiner Haut?

Trocknet meine Haut davon aus?

Sind gefährliche Farbstoffe beigesetzt?

Ist sie parfümiert?

Riecht sie auch gut?

 

Hätte ich nicht doch besser die Bio-Seife genommen, die zwar nach nichts riecht und nicht den schicken Hinweis besitzt: "Fühl dich wohl", sondern einfach nur in Packpapier eingewickelt ist?

 

Mmh - gar nicht so einfach, die Qual der Wahl!

 

Den gesamten Weg entlang bis zu meinem Zuhause quält mich die Entscheidung.

 

Zugegeben - das klingt reichlich überspitzt, oder?

 

Doch:

Ist es nicht jedem schon so ergangen, vor dem Regal zu stehen und von dem  unendlichem Angebot geradezu erdrückt zu werden  und die pure Verzweiflung der Wahl überkommt mich?

Welches Kriterium bestimmt meine Entscheidung?

Wenn ich bei solchen einfachen Dingen bereits ins Schwitzen komme, wie soll ich erst die richtigen  Entscheidungen in den wichtigen Lebensfragen treffen? 

 

Habe ich überhaupt noch die Möglichkeit nach der Richtigkeit meiner Entscheidungen zu fragen? 

Überfordere ich nicht  mein   Gehirn damit, nach der richtigen Entscheidung zu suchen?

Angst vor Kontrollverlust

Wir Menschen möchten die Kontrolle haben über unser Leben.

 

Doch genau an diesem Punkt haben wir nämlich  k e i n e  Wahl.

Andere Kriterien entscheiden oft über unseren Lebenslauf:

 

Die Politik

Die Wirtschaft

Die Finanzlage

ja, sogar die Werbung!

 

Sie halten uns alle fest in ihren Krallen. Es kommt einem - mehr als einem lieb ist-, so vor, als würde ich überhaupt keinen Einfluss haben auf meine Entscheidungen. Einerseits wird einem etwas angepriesen und in höchsten Tönen gelobt, andererseits werden mir die Gefahren gleichzeitig aufgezeichnet, die ich eingehe, wenn ich ein bestimmtes Produkt kaufe. 

 

Anders ausgedrückt:

Jede Entscheidung birgt die Gefahr in sich, die falsche Entscheidung getätigt zu haben. 

 

Spätestens dann  - um bei dem banalen Beispiel mit der Seife zu bleiben-  wenn ich diese an meinen Körper lasse, merke ich, ob die Entscheidung gut war oder falsch. 

 

Es nützt mir auch nichts, wenn ich die gleiche Seife immer wieder kaufe, denn das Produkt kann sich verändern, vom Markt genommen werden, die Zutaten werden geändert oder meine Hautbeschaffenheit hat sich verändert.  

 

"Ich hab's doch gewusst - der Kurs ist gefallen, hätte ich bloß nicht auf meinen Banker gehört!"

 

"Ich wusste, der Pulli läuft nach der ersten Wäsche ein - und der war so was von teuer!"

 

Diese Sprüche kennen wir doch?!

 

Ich treffe eine Entscheidung - und das Risiko ist immer mit dabei!

 

Mutig sein oder doch lieber abwarten?

Viele gehen Entscheidungen aus dem Weg , indem sie Neues vermeiden. 

 

"Sie bleiben ihrem Stil treu", sagen die Fachleute sehr zum Ärger der Werbebetreibenden, denn solche Kunden sind Nein-Kunden, sie sagen 30 mal nein, bevor sie ein "vielleicht" setzen und dann erst zum "Ja" kommen, wenn überhaupt.

 

"Den Ist-Zustand unverändert lassen zu wollen, kann  dem Kunden mehr schaden, als Neues zu wagen", sagen die Fachleute.

 

Denn, so sagen sie, diese Kunden schieben Optionen beiseite, die langfristig ertragsreich sein können oder sparsamer sind, als eine anfänglich gedachte günstige Investition. Nichts bleibt unverändert. 

 

"Was sie nicht kennen, fressen sie auch nicht", sagen die Fachleute verbittert zu solchem Verhalten.

 

Damit wollen sie den Verlustschmerz vermeiden, indem sie am Alten festhalten, sagen die Psychologen. 

 

Und: Wer keine Entscheidungen trifft, der will auch keine Verantwortung tragen. 

Das macht sie allerdings abhängig von anderen Entscheidungsträger und treibt sie geradezu in die Hilflosigkeit.

 

 

Beispiel

"Entscheide du", sagt der Bräutigam bei der Auswahl des Hochzeitsbüfett. 

 

"Entscheide du", überlässt die Braut ihrem Mann, wenn es um das neue Auto geht.

Umgekehrt kann es natürlich auch sein.

 

"Hier starten Sie Ihre perfekten Flitterwochen", verkündet die Reiseleiterin.

Was kann da noch schief gehen? 

Die Hochzeitsplanerin weiß doch, was gut für uns  ist - sie wird schon das Richtige für uns heraussuchen.

 

Das  Verhalten, anderen die Entscheidung zu überlassen, vermeidet, Verantwortung zu übernehmen

(der erste Ehestreit droht allerdings, wenn die Hochzeitsplaner das Falsche präsentieren...das Büfett nicht schmeckt, die Deko die falsche Farbe hat, die Musik ätzend ist etc.)

....und die Flitterwochen verregnet sind. 

 

Oft ist es auch so, dass wir Entscheidungen tätigen müssen  für andere  -mehr als uns eigentlich lieb ist-

 

Beispiel im Berufsleben

"Wenn ich diese Entscheidung treffe, gibt es wieder Diskussionen mit den Kollegen," befürchtet Eine.

"Ich muss alles haargenau erklären und bekomme nie ein Lob für meine Bemühungen, dabei bin ICH diejenige, die den Laden hier zusammenhält. Ohne mich würde sich niemand trauen, auch nur eine einzige Entscheidung zu treffen."

 

"Meine Chefin regt sich auf, wenn ich keine Krawatte trage - das sei unseriös, sagt sie,  dabei stehen mir saloppe Sachen viel besser", klagt ein Angestellter. "Wie ich mich auch entscheide  - es wird immer gemeckert.  Mal ist das Hemd verknittert, mal war ich bei der Rasur nicht gründlich genug - dabei ist ja wohl MEIN  Äußeres nicht der entscheidende Punkt beim Autokauf"

 

Da fällt es schwer, die richtige Entscheidung zu treffen - mein eigener Geschmack oder lieber angepasst bleiben? Gerade im Berufsleben ist das oft eine Gratwanderung. 

Wie entscheide ich mich

"Aus dem Bauch heraus - mein Bauchgefühl sagt mir, was das Richtige für mich ist "

"Ich mache mir bei allen wichtigen Entscheidungen eine pro und kontra - Liste - alles andere führt mich in die Irre"

Entscheide dich nun - wie leicht fallen dir die Entscheidungen bei folgenden Bereichen:

 

LEICHT

MITTEL 

SCHWER

 

Tagesablauf planen

Termine machen

Verabredungen treffen

 

Partnerwahl

Berufliches

Bildung

 

Reisen

Freundschaften

Familie gründen

 

selbständig oder angestellt?

Work - Life -Balance

Heiraten

 

Hauskauf

zur Miete wohnen

Wohnungseinrichtung

 

Freizeitaktivität

größere Anschaffungen wie Auto etc.

Wo möchte ich leben?

 

Die Liste kann beliebig erweitert werden

 

Wenn ich mich mit diesen Fragen beschäftige, finde ich mein gängiges Verhaltensmuster heraus. 

 

In welchen Bereichen fällt es mir leicht, Entscheidungen zu treffen?

In welchen Bereichen fällt es mir schwer, Entscheidungen zu treffen?

Und wobei ist mal leicht und mal schwer? 

 

 

Fazit:

Auch bei kleineren Entscheidungen muss ein klares Ziel erkennbar sein.

Das Ziel muss genau definiert sein.

Was will ich mit dem Erworbenen erreichen?

 

 

Eure

AnnMadt

 

 

Möchtest du mehr über dich wissen?

Übrigens geht es in all meinen Kursen auch um Entscheidungen.

Sieh dir doch mal mein Programm an. Es ist bestimmt etwas für dich dabei.

Und: Es wird noch erweitert.

Entdecke deine Persönlichkeit!

Bleib dran!

 

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