Leben anstatt passiv konsumieren

Was geht in mir vor, wenn ich im Shopping Rausch bin?

"Glückshormone spielen dabei eine große Rolle. Unabhängig davon, wie ein Rausch entstanden ist, werden dabei neurologische Funktionen ausgelöst, die wir als Glückszustand empfinden. "

 

Warum suchen wir den Rauschzustand?

 

Ein Rauschzustand führt aus der Realität hinaus und stimuliert uns einerseits, betäubt uns andererseits auch und lässt uns Probleme vergessen.   Im Rauschzustand beurteilen wir uns, den Mitmenschen und der Welt insgesamt aus einem anderen Blickwinkel, wir "verwässern" sozusagen unser Bewusstsein.

 

Oder umgekehrt: Wir wollen unser Bewusstsein "erweitern", sozusagen nach der inneren Wahrheit suchen.

 

Wenn ich den Begriff "Rausch" in die Suchmaschine eingebe, kommt fast immer die Erklärung, dass ein Grundbedürfnis nach Rauschzustand existiert. 

 

Benötigen wir den Rausch, um mit der Wirklichkeit des Lebens zurecht zu kommen?

 

Eines ist klar:  Der Rausch gibt uns ein Wohlgefühl.

Allerdings hält dieser Zustand nicht allzu lange an und dann kommt die Reue.

 

"Hätte ich doch bloß nicht so viel getrunken......."

"Ich habe Geld ausgegeben, das ich gar nicht habe....."

"Wie konnte mir  das  denn wieder passieren?".......

Leben wir ein falsches Leben?

Brauchen wir den Rausch wirklich, um das Leben zu überstehen, provokant gesagt?

 

Freud meinte dazu: 

"Wir brauchen den Rausch, die Drogen, um das Leben ertragen zu können."

Freud lebte von 1856 bis 1939

Er ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als der einflussreichste Denker des 20. Jahrhunderts.

Seine Theorien und therapeutischen Methoden werden noch heute  in den Universitäten gelehrt.

 

Wenn man seine Biographie liest, kann es einen schon erstaunen, dass er unter einer "geplagte Seele"

litt. Er rauchte, trank Alkohol und nahm Drogen. Außerdem mochte er keine Frauen, die er als

"hysterische Wesen" bezeichnete.

 

Das wirft die Frage auf, ob solch ein Mensch befähigt dazu ist, die Seele der Menschheit ergründen zu  können und sie gar zu heilen?

Emotionale Impulse

Wie bekomme ich meine emotionale Impulse denn in den Griff, wenn nicht mal der Begründer der Psychoanalytik das konnte? 

 

Interessante Frage oder auch provokant?

 

Wenn ich beispielsweise in meinem Lieblingsshop stehe oder im Internet surfe, dann kann es schon passieren, dass ich im Angesicht der Verlockungen in den Kaufrausch gerate. Ich lasse mich zu Entscheidungen hinreißen, die ich so keineswegs gewollt habe.

 

Nicht jeder ungeplanter Einkauf ist gleichzusetzen mit einem Rauschzustand. Gerade in Zeiten wie der Vorweihnachtszeit ist der Kaufrausch oft nicht zu stoppen. Überall glitzert es, es gibt Angebote über Angebote und die Liebsten wollen beschenkt werden. Dahinter steckt der Wunsch, eine glückliche und unbeschwerte Zeit zu genießen und dazu gehört in den Industrieländern nun einmal der Konsum.

Wir werden angehalten zu konsumieren - das hält den Kreislauf der Wirtschaft aufrecht.

 

Auf der anderen Seite steht allerdings die Sorge um Erhalt der Umwelt. 

Hier wird genau des Gegenteil gemahnt: Haltet euch zurück, kauft bewusst und nachhaltig ein und vermeidet unnötigen Luxus, fahrt nicht mit dem Auto. 

Was sollen wir also tun?

Wünsche und Erwartungen an das Leben

Möglicherweise hilft es, wenn ich mir Gedanken darüber mache, was ich eigentlich vom Leben erwarte. 

 

Was sind meine Trümpfe?

Wie gelange ich zur Sorglosigkeit und einem andauernden Glücksgefühl, zufrieden zu sein mit sich und dem Leben?

 

Hilft dabei der Rausch? Oder mache ich mir etwas vor? 

 

Ein Tipp:

1. Erstelle dir  eine Collage mit all deinen Wünschen - egal, wie verrückt sie klingen.

 

2. Anschließend schaust dir die Collage genauer an. 

Was könnte ich mir aus eigener Kraft heraus erfüllen? 

Was verwerfe ich sofort?

Für welchen Wunsch benötige ich Energie und Ausdauer?

Was müsste ich investieren, wenn ich mir den größten Wunsch erfüllen würde?

 

3. Unterteile deine Wünsche in Konsumwünsche und andere Ziele im Leben

(Familie gründen, einen guten Beruf haben, einen Berg besteigen usw.)

 

Schon alleine, wenn du deine Collage betrachtest, kannst du den Unterschied zwischen Konsumwünsche und Lebensziele unterscheiden. Dann fängst du an, eine Reihenfolge zu erstellen.

Achte darauf, die Konsumwünsche von den anderen Lebensziele zu trennen

 

Was ist dir wirklich wichtig?

Komme heraus aus der Passivität

Passives Konsumieren bringt dich keineswegs dorthin, wo du eigentlich wirklich hinwillst. 

 

Wenn du sagst: "Ich möchte einfach nur reich werden", dann ist das auch eine Aufforderung an dich, dafür etwas zu tun, es sei denn, du bist schon reich geboren. Doch auch dann ist solch eine Collage  hilfreich, denn du kannst daran sehen, was dir sonst noch im Leben wichtig ist, als zu konsumieren. 

Schwelgen im Luxus mag cool sein

.......oder todlangweilig. Was nützt es mir, alle Konsumgüter der Welt zu besitzen, die größte Yacht mein Eigentum zu benennen und Häuser, die ich gar nicht alle bewohnen kann, von Autos und Flugzeuge ganz zu schweigen. Und trotzdem ist es das, was wir alle anderen bewundern und  nacheifern wollen. 

 

Die Frage ist demnach, ob es wirklich ein Grundbedürfnis ist, sich im Rauschgefühl zu suhlen, oder ob uns das anerzogen wird. 

 

Davon mal ganz abgesehen, was Alkohol für Folgeschäden nach sich zieht und zwar über Generationen hinweg!  Nur mal so nebenbei gesagt.

 

Die Frage ist und bleibt:

Was will der Mensch? Was bedeutet Leben für uns?

 

Wir sollten uns das öfter fragen als nur zur Weihnachtszeit. 

 

Eure

 

AnnMadt

 

https://annmadt.myelopage.com/s/annmadt

 

Hier findest du mein Programm - es wird noch erweitert!

Ich freue mich auf  Besuch von Euch